Preise und Auszeichnungen

Seit den späten 40er Jahren verleiht die Mozartgemeinde verschiedene Musikpreise, zwei von ihnen wurden bald zu Traditionspreisen des Wiener Musiklebens.

Wiener Flötenuhr

Der Schallplatten- bzw. CD-Preis Wiener Flötenuhr wird seit 1969 für bemerkenswerte Einspielungen von Werken Mozarts auf Tonträgern verliehen und gilt bis heute als einer der wenigen derartigen Musikpreise weltweit.

Durch das Kulturamt der Stadt Wien gefördert, wurde er ursprünglich jährlich verliehen, dann  nur mehr alle zwei Jahre und 2016 vorwarnungslos gestrichen. Aus diesem Grund musste die Preisvergabe 2017 entfallen. 2019 können wir mit Hilfe großzügiger privater Unterstützung wieder einen CD-Preis Wiener Flötenuhr verleihen! Die jeweiligen Preisträgerinnen oder Preisträger bestimmt seit jeher ausschließlich der Vorstand der Mozartgemeinde Wien.

Auf den ausgezeichneten Schallplatten finden sich prominente Künstler und Ensembles wie etwa die Wiener Philharmoniker, die Camerata academica des Salzburger Mozarteums, die Dresdner Staatskapelle, die Academy of St. Martin in the Fields und das London Philharmonic Orchestra, die Dirigenten Nikolaus Harnoncourt, Karl Böhm, Neville Marriner, Bernhard Klee, die Interpreten Edda Moser, Peter Schreier, Maurizio Pollini, Jörg Demus, das Amadeus-Quartett, das Alban Berg-Quartett und das Küchl-Quartett.

Seit 1989 werden die Interpreten persönlich mit der Wiener Flötenuhr im Wert von 50.000 Schilling (später 3.600 Euro, 2019 5.000 Euro) im Rahmen eines Preisträgerkonzerts ausgezeichnet.


Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler

Der Mozartinterpretationspreis wurde von der Kunstsektion des Bundeskanzleramtes gesponsert und zwischen 1963 und 1999 fünfundreißig Mal verliehen, darunter bedeutende bedeutende Persönlichkeiten des Musiklebens wie Rudolf Buchbinder (1970), Rainer Küchl (1973), Angelika Kirchschlager (1993). Seit 2003 kann die Mozartgemeinde wieder eine vergleichbare Auszeichnung, den

Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler – Stiftung Margaretha Schenk

vergeben, zu dankender 1999 verstorbenen Witwe des Musikwissenschaftlers und bedeutenden Mozartforschers Univ. Prof. Dr. Erich Schenk, Frau Margaretha Schenk. Sie vermachte der Mozartgemeinde Wien testamentarisch einen namhaften Betrag unter der Bedingung, dass ein Förderungspreis für junge Musikerinnen und Musiker, der den Namen ihres verstorbenen Gatten tragen sollte, gestiftet werde.

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Goldener Mozart-Ring

Im Jahr 1995 stiftete eine private Sponsorin den so genannten „Goldenen Mozart-Ring“ und übergab ihn in das Eigentum der Mozartgemeinde Wien. Mit der Stifterin wurde vereinbart, dass der Ring im Abstand von etwa fünf Jahren an Künstlerinnen oder Künstler bzw. an Persönlichkeiten des Kulturlebens weitergegeben werden soll, die sich um das Werk Mozarts und dessen Interpretation große Verdienste erwarben. Die Wahl eines neuen Trägers oder einer neuen Trägerin dieses Ehrenringes nimmt die Mozartgemeinde Wien in Übereinstimmung mit dem jeweils letzten Träger bzw. der letzten Trägerin des Ringes vor.

Die Stifterin, Frau Eugenie Baier, trennte sich von diesem Ring, der als Unikat nach einem Entwurf ihres verstorbenen Gatten angefertigt worden war, weil sie auf diese Weise ihrer tiefen Verbundenheit mit der Musik Ausdruck geben wollte.

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